Zwischen Ossat , Schillup und Budup
Die Dorfgeschichte von Skattegirren /Groschenweide
im Kirchspiel Jurgaitschen/Königskirch

Einer der letzten Zeitzeugen Ostpreußens, der in Groschenweide /Skattegirren geboren wurde, hat die Geschichte seiner Heimat, seines Dorfes aufgeschrieben und nach Kapiteln zusammengestellt. Einige Skizzen wurden angefertigt. Hierzu waren einige Reisen notwendig.Viele Recherchen in Archiven wurden durchgeführt, eine Menge Literatur mußte gesichtet und studiert werden, die letzten noch lebenden Bewohner des Dorfes wurden befragt. Heraus kam ein umfangreiches Werk über die Enstehung des Dorfes, das Leben und Wirken und das Schicksal seiner Einwohner.
Ein wertvolles Zeitdokument, um "Wissen über die verlorene Heimat an nachfolgende Generationen zu vermitteln". Die Geschichte Ostpreußens darf nicht vergessen werden.

Autor : © im Frühjahr 1998 Botho Eckert, Bad Salzuflen, geboren in Skattegirren
            
Anmerkung:
Die Dorfgeschichte ist sehr umfangreich. Eine gekürzte Wiedergabe fürs Internet wäre aufgrund seiner Bedeutung und seiner fundierten Recherche nicht angebracht.
Die Geschichte wird daher auf mehreren Seiten nach Kapiteln dargebracht.

Bitte beachten Sie das Inhaltsverzeichnis auf dieser Seite ! Die Quellenhinweise finden Sie am Ende dieser Seite.


Zur Einstimmung einige Kurzinformationen über das Dorf:
  • Groschenweide
    Einwohner : 219 ; Fläche :431 ha - Stand 17.Mai 1944)
    • alter Namen : Skattegirren
      • nach 1945 : Otradnoe
    • zugehörige Wohnplätze :
        • Kl. Groschenweide ( alter Namen :Kl. Skattegirren)
        • Odaushöfchen

Ermittlungen ergaben daß

  • 114 Personen flüchten konnten oder die Gefangenschaft überlebten,
  • 35 Personen auf der Flucht, in Sibirien oder anderweitig in den Wirren nach 1945 umkamen,
  • 65 Personen vermißt wurden und 12 Personen als Soldaten fielen.
Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
  • Karte des Deutschen Reiches 1:100 000 - Ausgabe Kreiskarten/Kreis Tilsit-Ragnit aus dem Jahre 1940 - Nachdruck Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
  • Karte des Deutschen Reiches - Topographische Karte 1:25 000 - Nr. 1096 (Königskirch) -
    aus dem Jahre 1938 - Nachdruck Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de


Inhaltsverzeichnis der Dorfgeschichte :
Von der Urwildnis über Skattegirren zur Kultursteppe
Erste Ansiedlungen in der Urwildnis
Die Dorfgeschichte von Skattegirren/ Groschenweide
Die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes
Das kulturelle und wirtschaftliche Leben
Die letzten Stunden von Groschenweide
Von Groschenweide nach Otradnoe - 1944/45 bis 1991
Daten der Besiedlung/Dorfgeschichte
Böse und gute Erfahrungen in den Jahren 1939 -1948
Botho Eckert: Abschied von Skattegirren/Groschenweide 1944/45 im Kreis Tilsit-Ragnit

Sonstige Beiträge :
Berahmungskontrakt (Siedlungsvertrag) vo 1682 (ca. 165 KB)
Actum im Dorfe Groß Skattegirren vom 23.03.1783 mit
Praestationstabelle vom Dorfe Groß Skattegirren - Amts Balgarden (ca.210 KB)
Dorfskizze von Groschenweide/Martinsrode mit Verweisliste zu den Grundeigentümern (ca. 290 KB)
Plan - Die fünf größten Höfe von Groschenweide (ca. 240 KB)
Lageplan - Der Hof Otto Eckert (ca. 210 KB)
Karte des Kirchspiel Jurgaitschen/Königskirch (ca. 370 KB)

Informationen und Quellenangaben zu den Nachforschungen
über das Kirchspiel Jurgaitschen

Zur Zeit der Schatullsiedlungen gehörte das Gebiet zum Bezirk Samland mit den Regionen Schalauen und Nadrauen.
Erst später entstanden die Districte Tilsit (das Kirchspiel lag im Verwaltungsbezirk Balgar-den) und Ragnit.
Vor 1845 gehörte der Bereich zum Kirchspiel Schillen. Erst mit dem Kirchneubau entstand das eigenständige Kirchspiel Jurgaitschen/Königskirch.

1) Die Hauptquelle war für mich das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem.
Hier fand ich:
a) Berahmungskontrakte unter XX Ostpreußische Folianten von 1606 - 1720
b) Actum (Bestandsaufnahme der Siedler), sowie die Praestationslisten -PT-
    (Auflistung der Siedler) zwischen 1700 und 1800 unter XX HA Ballgarden
c) Diverses Kartenmaterial u.a. von Hennenberger und Schroetter

2) Einsicht in die Kirchenbücher mit Angaben über Geburten, Taufen und Sterbedaten im
    Evangelischen Zentralarchiv in Berlin.

3) Lesen alter Buchausgaben, die über die Fernleihe der örtlichen Büchereien erhältlich sind.
    Hier die wichtigsten Schriften:
  • Schumacher: Die Geschichte West- und Ostpreußens
  • Dr. Wilhelm Gaerte: Urgeschichte Ostpreußens, 1929
  • Peter von Dusberg: Chronik des Preußenlandes, Darmstadt 1984
  • Dr. Hans Mortensen: Die Besiedlung des nördlichen Ostpreußen bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts, 1938
  • Hennenberger: Kurze und wahrhaftige Beschreibung des Landes Preußen, 1584
  • H. Mortensen: ...bis an die Memel - Das nördliche Ostpreußen, 1952
  • Riel: Siedlungstätigkeit des Deutschen Ordens - Altpreußische Forschungen, 1937
  • Harmsjanz: Völkerkunde und Siedlungsgeschichte Altpreußens, 1942
  • Jenny Kopp: Geschichte des Landkreises Tislit, 1918
  • Fritz Brix: Der Kreis Tilsit-Ragnit
  • Lembke: Urzustand und erste Besiedlung des Kirchspiels Skaisgirren, 1934
  • Rieckenberg:: Die Schatullsiedlungen in Preußen, Teil I und II, 1939
  • Kilian: Zur Herkunft und Sprache der Prussen, 1980
  • Kurschat: Littauisch-Deutsches Wörterbuch, 1883
  • Otto Naten:: Mundart und Siedlung im nördlichen Ostpreußen, 1937
  • Kalveitis Vilius: Litauischer Namensschatz (Mikrofilm), 1910
  • Wilhelm Jahn: Geschichte der Pest in Ostpreußen, 1905
  • Land an der Memel - Heimatbriefe der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.

sowie Berichte der noch lebenden letzten Dorfbewohner im Kirchspiel


Kirchorte, Dörfer und Wohnplätze



© Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.
verfaßt am 01.12.2001

www.tilsit-ragnit.de
letzte Änderung dieser Seite : Donnerstag, 21. November 2013