Ksp. Breitenstein : Gewerbe und Handwerk
Richard Fritz:
Schuhmacher

Mein Stiefvater, Richard Fritz übernahm die Werkstatt von seinem Vater. Er heiratete meine Mutter (Johanne, verw. Wildies, geb. Maltegaty)

Die Werkstatt in Kraupischken war ca. 30 qm groß. Dazu zwei kleine Nebenräume für Material.
Soweit ich mich erinnere wurden nur wenige neue Schuhe verkauft. Pantoffel, Holzklumpen usw. mehr. Zur Hauptsache wurden Schuhe und Stiefel aller Art selbst nach Maß hergestellt. Dazu war die Reparatur ein wichtiger Zweig.

Die Werkstatt und Wohnung lag in der unteren Dorfstraße., die am Fluß Inster entlang lief.
Zeitweise waren 3 Gesellen und zwei Lehrlinge beschäftigt.

Wir Kinder mussten immer die reparierten Schuhe austragen.
Während des Krieges arbeiteten zeitweise polnische und französische Kriegsgefangne in der Werkstatt. Es waren gute Leute.

Mein Stiefvater wurde im Herbst 1939 eingezogen. Er kam dann 1941 wieder. Dann 1943 mußte er wieder einrücken. Er kam in Kriegsgefangenschaft und wurde 1945 in Eutin aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Er verstarb im Dezember 1970 in Wedel.

Quelle : © April 2002 Text von Arno Wildies; Wedel

Gewerbe und Handwerk



© Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.
verfaßt am 01.07.2003
www.tilsit-ragnit.de
letzte Änderung dieser Seite : Sonntag, 6. Februar 2011