Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein :
Opeln - Opehlischken

Das Dorf lag an der Steinchaussee Breitenstein - Gumbinnen hatte 14 Besitzer.
Ihre Namen und Hektargröße folgen im Anschluß
Bunsch, Hermann ................7,75 ha
Bauer, Gottfried ...................5,25 ha
Mertinat. Ernst .....................5,50 ha
Müller, Franz .......................8,00 ha
Nomjuweit , Herrn ...............7,75 ha
Schiemann, Hans ..............4,00 ha
Will, Leopold .......................7,92 ha


Buttgereit ,0tto
Liebegut , Emil
Nassowitz, Kurt
Rautenberg, Gustav
Zander, Fritz
Schiemann, Gustav
Enseleit , Max
Die Hektargröße war nicht mehr zu ermitteln

Der Bürgermeister des Ortes war viele Jahre Gustav Schiemann. Die Grundstücke waren lange Jahre in der gleichen Hand. Es ist nur bekannt, daß vor Fritz Zander ein Strasdas und Kaiweit Besitzer des Hofes waren.

Die zum Dorf gehörende Gastwirtschaft war Eigentum von Gottfried Bauer, der die Gastwirtschaft aber eingehen ließ und nur Landwirtschaft betrieb. Der Bauernhof von Max Enseleit gehörte früher Dams, der als Vegetarier bekannt war und ein hohes Alter erreichte. Schon einige Jahre vor unserem Fortgehen war er total erblindet, nicht auf die Flucht gegangen und dann von deutschen Soldaten mitgenommen.

Opeln gehörte zum Schulbezirk Kauschen.

Opelischken, damals Uppelischken, ist schon 1565 vorhanden und wird auch in dem Kirchspielverzeichnis von 1590 und in den Abrißbüchern genannt.
In den Geldrechnungen des Hauptamtes Insterburg von 1564/65 heißt es "Uppelischken mit 1 Zinser".


1785:
Königliches Bauerndorf, 8 Feuerstellen.
1822:
Prästationstabellen: Das Dorf besitzt 21 Hufen 21 Morgen und 136 Ruthen. Eigentümer, Freigewordene, Immediat-Einsassen

Jakob Rotenberg(er)
Dodszies Straugat
Jakob Meger (Meyer)
Johann Hiemann
Christoph Sziglatis
Asmus Urmoneit
Christoph Kurpjoweit
Heinrich Sillk

1 Hufen ..29 Morgen ..52 Ruthen
2 Hufen 1 Morgen 52 Ruten
2 Hufen 1 Morgen 52 Ruten
1 Hufen 25 Morgen 29 Ruten
2 Hufen 1 Morgen 52 Ruten
2 Hufen 1 Morgen 52 Ruten
1 Morgen
2 Hufen 127 Ruten

1839:
Opelischken, Obelisohken, Bauerndorf, Sprache deutsch und litauisch, 13 Feuerstellen, 95 Einwohner, alle evangelisch.

1863:
Opelischken (Opeln), schatull-freies Dorf.
Grundfläche : 766 Morgen 29 Ruthen
Viehstand: 21 Pferde, 46 Rinder, 41 Schafe, 31 Schweine
Gebäude: 37
Bewohner: 145
Steuern:
Grundsteuer
Klassensteuer
Gewerbesteuer
Kreisabgaben :
Gemeindeabgaben :
Schulabgaben :












2 Scheffel ½ Metze Roggen
1 Scheffel Gerste
5 Zentner 43 Pfund Heu
20 Bund 2 6/7 Pfund Stroh
7 Thaler 20 Silbergroschen
für die Schule in Kauschen

9 Metzen Roggen – 4 ½ Metzen Gerste
1 Zentner 62 Pfund Heu
5 Bund 17 Pfund Stroh
1 Thaler 28 Silbergroschen 9 Pfennige
für die Schule Sassupönen

1864 :
156 Einwohner, 639 Morgen Ackerland (haupts.K1.5),
279 Morgen Wiesen, 60 Morgen Weiden, Gesamtfläche 763 Morgen
14 Wohngebäude, 2 gewerbliche, 16 steuerfreie Gebäude.

1871:
Gr. Opelischken; 15 Wohngebäude, 24 Haushaltungen, 134 Einwohner, 134 preußisch und evangelisch, 23 Analphabeten
Kl. 0pelischken: 4 Wohngebäude, 7 Haushalte, 32 Pers., 32 preußisch und evangelisch, 5 Analphabeten.

1905:
Gesamtgrundfläche: 165 ha, 17 Wohnhäuser, 23 Haushaltungen, 99 Personen, davon sprachen 98 deutsch und 1 litauisch. Alle 99 Einwohner waren evangelisch.

1931:
Grundfläche: 166 ha, 17 Wohnhäuser, 22 Haushaltungen mit 83 Personen, alle evangelisch.

1943:
Opeln: 26 Haushalte, 77 Personen. 51 arbeiteten in der Landwirtschaft, 14 in Handwerk, Industrie; Handel und Verkehr 1 Person. 17 waren Selbständige, 28 mithelfende Familienangehörige, keine Beamten und Angestellte, 22 Arbeiter.

Quelle : Matthias Hofer und Christa Palfner : "Das Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein im Kreis Tilsit-Ragnit"; herausgegeben im Selbstverlag der Stadt Lütjenburg © 1971

letzte Statistik (Stand : 1.08.1944) - Einwohner Stand :17.05.1939)
  • Opeln (Einw.: 77 ; Fläche: 166 ha )
    • alter Namen: Opehlischken

Anmerkung:
1) zugehörig zu ev. Ksp. Breitenstein
2) das Dorf existiert nicht mehr


Kartenmaterial:
Der Ort ist auf folgenden Landkarten verzeichnet:
  • Karte des Deutschen Reiches 1:100 000 - Ausgabe Kreiskarten/Kreis Tilsit-Ragnit aus dem Jahre 1940 - Nachdruck Bundesamt für Kartographie und Geodäsie
  • Karte des Deutschen Reiches - Topographische Karte 1:25 000 - Nr. 1199 (Rautenberg) -
    aus dem Jahre 1938 - Nachdruck Bundesamt für Kartographie und Geodäsie

Die Karten sind unter folgender Internetadresse zu beziehen: www.bkg.bund.de


Kirchspieldörfer



© Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.
verfaßt am 01.07.2011
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letzte Änderung dieser Seite : Samstag, 12. Februar 2011