Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein :
Großes Interesse an Kraupischken
80 Teilnehmer bei der feierlichen Eröffnung im Museum Friedländer Tor
mit Jurij Userzow

Zum ersten Mal in der Geschichte des Königsberger Gebiets wurde im Gebietszentrum mit der Ausstellung "Spaziergang durch das alte Kraupischken“ die Geschichte eines Dorfes gezeigt. Die Abbildungen von Gebäuden in Kraupischken,  dem heutigen Uljanowo, sind einmalig, weil die meisten der Gebäude heute nicht mehr existieren. Die Besucher der Ausstellung können sehen, wie das Dorf ausgesehen hat, das man früher für seine Schönheit, Gepflegtheit und Ungewöhnlichkeit eine kleine Stadt nannte. Wie kam ein so weit von der Gebietshauptstadt entlegenes Dorf ins Visier des bekannten Museums?

Die Direktorin des Museums „Friedländer Tor“, Marina Jadowa, erzählte, dass sie Herrn Jurij Userzow im vergangenen Jahr kennengelernt hat. Als er ihr von seinem Heimatmuseum erzählte, sei ihr klar geworden, dass dieser Mensch die Geschichte seiner Heimat unbeschreiblich tief kennt und weiß, wie man die junge Generation auf die Geschichte aufmerksam macht und ihr Interesse daran erweckt, damit man die alte Geschichte schätze und begreife, und wie man die beiden Kulturen verbinden kann. Jadowa teile die Ansicht Userzows auf die historische Vergangenheit und die Zukunft des Landes und beide begriffen, wie wichtig die Museen bei der Erhaltung dieser Vergangenheit seien. Darum habe sie seine Idee mit der Organisation dieser Ausstellung unterstützt.

Bei der Eröffnung der Ausstellung, die zwei Monate lang gezeigt wird, waren über 80 Gäste anwesend, alte Freunde von Userzow, Museumsleiter, aber auch offizielle Vertreter wie der Gesandte Litauens in Tilsit und Vertreter des deutschen Konsulats in Königsberg.

Die Besucher betrachteten mit großem Interesse alte Fotos und hörten die Erläuterungen dazu vom Hauptveranstalter der Ausstellung, Userzow, der unter anderem Direktor einer der besten ländlichen Schulen in der Region ist.

Als Gleichgesinnte waren die Vertreter des Klubs für Heimatkunde in Königsberg mit ihrem Vorsitzenden Alexej Gubin anwesend. Gubin ist Autor des Reiseführers „Wenn Sie in Kaliningrad zum ersten Mai sind”, „Skizzen der Geschichte Königsbergs“ sowie des Buches „Burgen und Schlösser Ostpreußens“. Er ist auch Gründer der „Baltischen Sammlung“, in der über 800 landeskundliche Untersuchungen zusammengefasst sind.

„Ich freue mich sehr, meine guten Freunde und Helfer heute im besten Museum Kaliningrads zu sehen“, sagte Userzow während der feierlichen Eröffnung,

Autor:   ©   2017  L Andrejewa/PAZ
Quelle: Preußische Allgemeine Zeitung(PAZ) Nr.3/17 vom 20.jan. 2017

Breitenstein heute..../ Uljanowo



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verfaßt am 09.02.2017
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letzte Änderung dieser Seite : Donnerstag, 9. Februar 2017