Kirchspiel Kraupischken - Breitenstein :
Unsere Kirche Kraupischken-Breitenstein
von Irmgard Gruber-Bühlmann

Auf einer Anhöhe in unserem schönen Dorf stand unsere Kirche, ein roter Backsteinbau. Der Turm mit der Uhr befand sich über dem Portal, über dem Portal das Luther-Zitat „Ein feste Burg ist unser Gott". Der Gang zum Altar war mit roten Ziegeln gepflastert und mit einem roten Teppich belegt. Drei große Leuchter aus Messing, einer davon aus Ebenholz schmückten von der Decke hängend, den Raum. Den Ebenholzleuchter und das gestickte Jesusbild sollen von der Baronin von Sanden gearbeitet worden sein..

Über dem wunderschönen Altar befand sich die Kanzel, eine Besonderheit. Am Eingang befand sich die Orgel, die zu ihrer "mechanischen" Zeit von meiner Freundin Christel Pernau und mir mit viel Spaß getreten, der Blasebalg versteht sich. Mutter Pernau war Organistin und Kirchendienerin in Personalunion.

Unsere Kirche war über 400 Jahre alt. Zur Gemeinde Breitenstein gehörten viele Bauerndörfer und Gutshöfe. Um die Kirche gab es einen Friedhof. In dem Park ein Kriegerdenkmal aus dem erster Weltkrieg. Wie unsere schöne Kirche wurde das alles 1952 von den Besatzern abgebrannt und zerstört. Unser Pfarrer war Superintendent Dr. Dr. Moderegger, der sich sehr um seine Gemeinde kümmerte und noch lange Pfarrer in Dortmund war. Immer wieder lud er seine ehemalige Gemeinde ein. Die Stadt Dortmund ehrte ihn zu seinem 50. Dienstjubiläum. Zu dem Festakt war auch ich mit meiner Familie eingeladen

Autor : © 2012 Irmgard Gruber-Bühlmann,Dortmund leicht bearbeitet vom Schriftleiter Powils
Quelle : Heimatrundbrief "Land an der Memel" mit "Tilsiter Rundbrief" Nr. 91/2012 Seite 59

Breitensteiner Kirche



© Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit e.V.
verfaßt am 06.01.2013
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letzte Änderung dieser Seite : Sonntag, 6. Januar 2013